Mit Ausbruch des zweiten Weltkriegs kam auch der Boxsport zum Erliegen. Die Trainingshalle wurde in einen Luftschutzkeller umgebaut und der Box-Ring Luzern verlor sein Trainingslokal. Der FC Kickers stellte den Boxern seine Umkleideräume im Alpenquai zur Verfügung und das Training konnte auch während der Kriegsjahre in einem beschränkten Rahmen fortgeführt werden. Allmählich begann man die Vorteile des Boxsports zu erkennen. Karl Stadelmann hat während der Kriegsjahre die Stadtpolizei Luzern im Nahkampf ausgebildet. Auch General Guisan hob den «erzieherischen» Wert des Boxsports hervor. Der Luzerner Sepp Wiget wurde 1941 Schweizer Armeemeister.
Da der Boxsport selbst in der Armee angesehen war, entschloss der Box-Ring Luzern am 2. April 1942 erneut ein Boxmeeting zu veranstalten. Die Stadt stellte den Verantwortlichen den Kunsthaussaal zur Verfügung und der Stadtpräsident und einzelne Stadträte waren sogar als Zuschauer dabei. Obwohl die Veranstaltung ein gesellschaftlicher, sportlicher und finanzieller Erfolg war, wurde der damalige Präsident Adolf Bürgisser vom Kanton mit 110.- Franken gebüsst. Er hat sich erfolgreich beim Amtsgericht dagegen zur Wehr gesetzt und erhielt Recht. In der Folge wurde das Verbot aufgehoben.
Damit war der Bann gebrochen. Der Box-Ring Luzern verzeichnete immer mehr Mitglieder, genoss einen hervorragenden Ruf als Organisator von Boxmeetings und führte 1945 sein erstes internationales Boxmeeting gegen eine Delegation aus Nordfrankreich durch. Es folgten Länderkämpfe gegen die Tschechoslowakei, die USA und weitere. Am 12. November 1946 begab sich der Box-Ring Luzern erstmals selbst ins Ausland und trat in Klagenfurt und Wien an. In Wien waren sie gar die ersten ausländischen Sportler, die Österreich nach dem Ende des Kriegs besuchten.